Wie alles begann ...

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Im Jahre 1977 wurde auf der Bundeskonferenz der Arbeiterwohlfahrt beschlossen, für unseren Verband eine Jugendorganisation „ Das Jugendwerk“ zu gründen. Zu diesem Zeitpunkt bestanden in Essen schon zahlreiche Kinder- und Jugendgruppen in einzelnen Stadtteilen. Engagierte Mitglieder einiger Ortsvereine hatten bereits in Huttrop, Altendorf, Gerschede und Werden Kinder- und Jugendgruppen gegründet und sie über einen längeren Zeitraum betreut. So lag es nahe, auch in Essen das Kreisjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt zu gründen.

Der ehemalige Referatsleiter, Hermann Linnemann, nun Geschäftsführer der AWO in Aachen, wurde mit den Vorbereitungen zur Gründung beauftragt. Er bat mich, damals war ich Jurastudent, eine Satzung für das Kreisjugendwerk zu erstellen. Diesen Auftrag nahm ich gerne an, obwohl ich einen Mangel in der Satzung nicht beheben konnte, der die Arbeit des Jugendwerkes über viele Jahre hinweg beschäftigte.

Aufgrund der Vorgaben der Bundeskonferenz lag die Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Jugendwerk bei 25 Jahren. Das hatte zur Folge, dass sich viele Gruppenleiter in den Stadtteilen aufgrund ihres Alters in dem Jugendverband nicht engagieren konnten. Trotzdem unterstützten sie weiterhin in den Stadtteilen die Gruppen, ohne Mitglied im neuen Verband zu sein. Nachdem alle Vorbereitungen abgeschlossen waren, konnte auch ein Termin für die Gründungsversammlung festgelegt werden.

In der ersten Mitgliederversammlung am 6. Oktober 1978, die auf dem Baldeneysee in einem EVAG-Boot stattfand, wurde die Satzung beschlossen und der erste Vorstand des Kreisjugendwerkes gewählt. Zur Vorsitzenden wurde Margret Hilbert gewählt, die Funktion als Kassiererin übernahm Anita Maiwald, die zum damaligen Zeitpunkt auch im Kinderferienwerk der AWO Essen mitarbeitete. Ich muss gestehen, dass ich mich an die anderen Namen leider nicht mehr erinnern kann. Denn wie häufig bei einem Jugendverband, gab es viele personelle Wechsel im Vorstand. Eine Kontinuität in der Arbeit des Jugendwerkes war aber durch die Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers gegeben.

Die gute Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Vorstände mit den jeweiligen Geschäftsführern hat im Laufe der Jahre zu einer Ausweitung der Arbeitsbereiche geführt. Neben der offenen Kinder- und Jugendarbeit in den Stadtteilen ist das Jugendzentrum in Schonnebeck ein wichtiger Bestandteil des Jugendwerkes geworden.

 

Wolf Ambauer
Geschäftsführer a.D. des Kreisverbandes der AWO Essen