Auf dem ersten Jugendforum Zollverein 2014 setzte sich eine Gruppe von Jugendlichen für den Bau einer Parkouranlage auf dem Gelände Zollverein ein. Innerhalb von drei Jahren wurden Modelle gebaut, der Sport bei den Ruhr Games vorgestellt und Anträge geschrieben, um die Gelder für den Bau der Anlage zu organisieren. Nach drei Jahren intensiver Zusammenarbeit zwischen dem Jugendwerk der AWO, dem Jugendamt der Stadt Essen, dem Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung (ISSAB) der Universität Duisburg-Essen und der Stiftung Zollverein konnte die Parkouranlage im Oktober 2017 eröffnet werden. Sie umfasst rund 600qm und ist damit derzeit die Größte im Ruhrgebiet und ein beliebter Ort für Kinder und Jugendliche geworden. Dies ist das Paradebeispiel dafür, wie in der Stadt Essen Mitwirkung von jungen Menschen im Gemeinwesen gelingen kann.

Zum Beginn der Aktivitäten auf der Anlage wurde ein Projekt unter der Federführung des AWO Kreisverbandes Essen ins Leben gerufen, das die Anlage im Stadtgebiet bekannt gemacht hat und kostenlose Trainings für verschiedene Zielgruppen anbietet. In diesem Rahmen wurden einige der Jugendlichen, die auch am Entstehungsprozess der Sportanlage beteiligt waren, zu Trainer*innen ausgebildet.

Ortsjugendwerk Parkour gegründet!

Das Projekt der AWO endete zum Ende der ersten Saison im Herbst 2018, jedoch haben sich engagierte junge Menschen gefunden, die die Sportart Parkour und die Aktivitäten an der Anlage weiter vorantreiben wollen und sich dafür seit Juli 2018 im neu gegründeten Ortsjugendwerk „Parkour“ eigenständig organisieren. Dem neuen Vorstand mit dem Vorsitzenden Adrian Grothe ist es dabei vor allem wichtig, dass viele junge Menschen erfahren, wie Freiheit in der Bewegung erlebbar wird.